Selbst-Verständnisse

Szenenwechsel
Dass permanenter Wandel viel mehr in, um und durch uns hindurch geschieht ist keine Theorie, sondern eine Frage der Bewusstheit und Wahrnehmungs-vertiefung, wer und wie man wirklich ist. In diesem Zusammenhang spricht man von einem ganzheitlichen Selbst-Verständnis.

Unterscheide -
Waagerechtes Denken und senkrechte Wahrnehmung.
Ganzheitlichkeit oder Ganzheit wird mittlerweile in unterschiedlichen Zusam-menhängen und Bereichen verwendet. Z.B. in den Bereichen Finanzen, Wirtschaft, Bildung, Gesundheit, Heilung... Und es gibt viele Sichtweisen, wie Ganzheitlichkeit verstanden wird. Oftmals wird es verstanden als das Zusammenfügen mehrere Anteile unter einem Dach. Das bezeichne ich als waagerechtes oder horizontales Denken.
Ganzheitlichkeit kann man aber auch verstehen als senkrechtes oder vertikales
Wahrnehmen (siehe Grafik). Diese Verständnis findet man mehr oder weniger in Konzepten der Persönlichkeitsentfaltung, Heilung, NewAge und spirituellen Lehren wider. Missverständnisse sind vorprogammiert, wenn hierfür die Bewusstheit fehlt.

Den Antworten des Lebens zuhören

Um die Bedeutung der Grafik mit einem einfachen Bild des Eisbergs zu erklären, bedeutet es, dass das Leben - mit dem vorhandenen ganzheitlichen Potenzial - immer in die Richtung schwimmt, was unter der Spitze also unter der Wasseroberfläche eines Eisbergs liegt. Und es bedeutet, dass Wandel und Veränderungen viel mehr geschehen, in, um und durch uns hindurch. So wird verständlich, weshalb 'Akzeptanz, dessen was gerade ist, in - um - und durch uns hindurch', eine wesentliche Voraussetzung zum nächsten Schritt der Verwirklichung ist.
Um hier Missverständnissen vorzubeugen, bedeutet es nicht, alles gleichgültig hinzunehmen. Sondern, genau das Gegenteil, dass man mit sich und dem natürlichen Potenzial in tieferem ganzheitlichen Kontakt und mehr Bewusstheit ist. Um entsprechend der Situation zu handeln oder auch nicht.
Ich erhielt laufend Antworten auf Fragen, die ich mir zuvor nie bewusst gestellt hatte. Ich erhielt Lösungen und etikettierte so manche dummerweise als Problem, das weg muss. Und genau darin steckte das eigentliche Problem.

Vertiefung
Um tiefer einzutauchen und zur Orientierung hier zwei Theorien über Bewusstseinsebenen im Vergleich.
Sie sind nicht als starres Konzept zu verstehen, sondern bieten eine Landkarte und Ausrichtung, um ganzheitlichem Verständnis mit mehr Bewusstheit zu begegnen.

Das Selbst- und Weltverständnis
bestimmt immerhin darüber, wie man die Dinge des Lebens
bewertet, sich entscheidet, handelt oder auch nicht handelt.

Die Grafik dient zur Ausrichtung und Selbst-Überprüfung. Denn, wenn Bewusstseinsebenen in uns, unbewusst? vermischt oder verwechselt werden, kann es zu Problemen führen! (Quantenpsychologisches Prinzip nach Stephen Wolinsky)

Ist ein begrenztes Selbst-Bild mit all den Identifikationen unbewusst vorherrschend, kann es in der Wirkungsweise und im Ergebnis so sein - als wenn man von Hamburg nach Paris fahren möchte und kauft sich dafür ein Ticket. Aber in Wirklichkeit ist die (unbewusste?) Startposition Madrid. Kann das funktionieren?

Unterscheide

Die grau hinterlegten Pfeile in der Grafik zeigen in diesem Beispiel die Blickrichtung, woraus sich beide Theorien speisen. Die rechte Seite basiert auf einer abstrakt erklärenden Sichtweise und beginnt damit, woraus Leben entsteht und wie es sich durch die Ebenen entfaltet und endet mit Denken, wie man über sich, andere und die Welt und Gott denkt. Und die linke Seite beginnt aus dem Blickwinkel der Dichte der Körper.

Um es etwas humorvoll zu formulieren, bezieht sich die rechte Seite darauf, aus welcher Ebene wir als Bewusstseinsspritzer hier auf der Erde ankommen und dann als Geburt erfahren. Und wie man sich ab dann über die drei Ebenen (physischer Körper-, Emotional- und Mentalkörper) entwickelt. Und entsprechend meiner Erfahrungen fand ich schlüssige Erklärungen bei der Erforschung, u.a. mit Hilfe des hologenetischen Profils nach dem Konzept 'Der Goldene Pfad' von Richard Rudd. Hiernach entwickeln und bauen sich die drei Körper (physisch - emotional - mental) in ihren Reifegraden in sieben Jahresschritten nacheinander bis zum 21. Lebensjahr auf.
Aus dieser Sicht sind genau diese Ebenen (physisch - emotional - mental) dafür verantwortlich, wenn Missverständnisse und Fehlinterpretationen über sich, andere und die Welt vorhanden sind. Und nicht nur das - diese Missinterpretationen hinterlassen einen unguten Geschmack, wenn man feinere und tiefere Bewusstseinsebenen (Seele) spüren möchte. Was auch erklärt, weshalb so manche Missinterpretationen auf dem Übungsplatz der spirituellen und NewAge-Konzepte vorhanden sind, mit all den Konsequenzen, die das nach sich zieht.
D.h. je nach Erfahrungen, Prägungen und Rückschlüsse in den einzelnen Phasen baut sich ein bestimmtes Selbst- und Weltverständnis auf. Während der Entwicklung spielen alle möglichen Erfahrungen eine Rolle, wie die natürlichen Bedürfnisse der Entwicklung befriedigt wurden. All das ist dann maßgeblich für das spätere Leben, wie man das Leben gestaltet und lebt. Aus welchem Selbst-Verständnis heraus. Ich glaube, diese Theorie ist so einleuchtend und für jede/n verständlich, wenn man über das Leben reflektiert.
Und ich staunte nur, dass alle Herausforderungen schon von der Geburt ab an - oder sogar schon von der Zeugung ab an - in unserem Körper-Seele-Geist-System vorangelegt sind. Denn viele meiner Lebens-Erfahrungen von klein an waren ein Übungsfeld für diese vorangelegten Herausforderungen. Das wurde mir gespiegelt anhand der Informationen des holografischen Profils nach dem Konzept 'Die 64 Genschlüssel' und 'Der Goldene Pfad' (mehr dazu >>>siehe 'Die 64 Genschlüssel').

Die linke Seite der Grafik beginnt mit der Dichte der Körper. Und der Fachbegriff für den physischen Körper wird dann 'grobstofflich' genannt im Vergleich zu den feinstofflichen Körpern der Aura. Deshalb ist es aus meiner Erfahrung ausgesprochen wichtig, die Körperwahrnehmung und Körperarbeit (physischer Körper) und Energiearbeit (Ätherkörper) in Veränderungs- und Wandelprozesse mit einzubeziehen. Eine schöne Formulierung ist dabei 'den Körper zu bewohnen'.

Das wichtigste auf meiner Reise aber kam zum Schluss -
Das Selbst-Verständnis muss mitgenommen werden.
Ich war vor vielen Jahren angefangen mit körperorientierten Ausbildungen und habe energetische Methoden gelernt und schätzen gelernt. Denn ich konnte zuvor in meiner beruflichen Tätigkeit im Bereich Persönlichkeitsentfaltung wahrnehmen, dass rein kognitives Wissen nicht ausreichte. Und es entwickelte sich in den ersten Jahren manches sehr positiv in 'meinem' Leben. Bis es zu einem gewaltigen Einbruch kam. Heute würde ich sagen, es war eher ein Durchbruch, der mich innerhalb von einer Sekunde mit allen möglichen Emotionen, Bildern und Gedanken überflutete. Und ich das Gefühl hatte, völlig den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Es hatte keine Orientierung, worum es wirklich ging. Und schon gar nicht, was das alles zu bedeuten hatte. Das fand ich erst viel später heraus. In meiner damaligen Unbewusstheit und Unwissenheit hielt ich an meinen alten Lebens-und Selbst-Vorstellungen fest - so, wie ich es gewohnt war. Es war so - als wenn ich alles vergessen hatte, was ich zuvor gelernt hatte. Da war nur Widerstand gegen diese Erfahrung - und genau das führte mich in meine neue Lebensausrichtung.

Berufung - Die Spielregeln des Lebens kennenlernen
Aus dieser Erfahrung entfaltete und lernte ich hautnah den permanenten Wandel und die Spielregeln des Lebens kennen. Der Prozess entfaltete sich wie ein Puzzle und jeder Puzzlestein verändert(e) wieder das Gesamtbild und damit das Selbst- und Weltverständnis. Es spult(e) sich ab wie eine Spirale. Eine herausfordernde Übung über Jahre. Doch es wird leichter - um möglichen Widerständen und unbewussten festhaltenden Tendenzen immer weniger auf den Leim zu gehen.
Ich wollte ein Leben, ohne ein dogmatisches Konzept - doch als Brücke halfen mir auch Konzepte und Methoden 
(siehe dazu >>> Lösungen). Aus all diesen Erfahrungen und Erkenntnissen kann ich nur sagen, dass es zur Berufung werden kann, um als verlängerter Arm das Potenzial zu leben - so, wie man gemeint ist. Um dem permanenten Wandel nicht im Wege zu stehen.