Der Große Wandel
und das Selbst-Gefühl

Szenenwechsel - Die Suche nach dem Maß  - der Mitte. Was ich als den 'Großen' Wandel bezeichne, bezieht sich auf die besondere Qualität der aktuellen Zeit. Die Besonderheit ist, dass sich zunehmend die Möglichkeiten offenbaren - dass Menschen sich bewusster werden, wie man als Pixelchen im großen und ganzen Gewebe wirklich gemeint ist. 

Ich fand heraus, dass das wahre Potenzial von höchster Stelle vorangelegt ist. Und das entsprach genau dem, was ich von klein ab an glaubte: 'wenn es etwas Größeres gibt, dann kann es nur so sein, dass wir ein verlängerter Arm davon sind'. Damals hatte ich aber kein echtes Wissen, was dieses Größere wirklich war. Ich hatte eher eine selbstverständliche Vorstellung davon. Eine Vorstellung, die gespeist war, aus Erfahrungen mit den üblichen Maßstäben und Bewertungen meines Umfeldes und der kulturellen Umgebung. 

Es waren Maßstäbe, gegen die ich so manches Mal rebellierte im privaten und beruflichen Umfeld oder wo ich mich unwohl fühlte, ohne damals eine echte Lösung herauszufinden. Rückblickend kann ich sagen, dass diese selbstverständlichen Vorstellungen mein gesamtes Selbst-Bild prägten und im Unbewussten schmorrten, um erlöst zu werden. Die Suche nach der einen Lösung wurde motiviert von mehreren Lebenskrisen.

Und die erste erschreckende Wahrheit, die mir dann heraufdämmerte war, wer weiß eigentlich, was das 'Größere' ist? Und die zweite erschreckende Erfahrung war, dass manche Menschen bei mir den Eindruck erweckten, dass sie es wüssten. Genau - wie ich zuvor in meiner Unbewusstheit. 

Da ich beruflich viele Jahre im Bereich Persönlichkeitsentfaltung tätig war, suchte ich hier und auch in den Feldern NewAge und Spiritualität nach Lösungen. Und landete dabei gefühlt in einem Fass ohne Boden. Und da ich sowieso immer eher kritisch und misstrauisch gegenüber nebulösen Konzepten war, fand ich immer mehr Bestätigung, dass es kein Lebenskonzept gibt, dass man nicht missverstehen kann. Alles eine Frage der Wahrnehmungs-Vertiefung und mehr Bewusstheit. 
Ich übe und übte mich jahrelang darin, Missverständnisse und Fehlinterpretationen herauszufinden. Um die tieferen Zusammenhänge darin zu durchdringen. Es begann sich alles neu zu ordnen - und zwar in mir. Es ordnete sich zu einem neuen Selbst- und Weltverständnis, nicht weil ich etwas tat - sondern festhaltende Muster wahrnahm, um sie aufzugeben.  
       
       Das Selbst-Verständnis ist immerhin die Basis für alle
       Entscheidungen, Handlungen oder Nichthandlungen.


Und es dauert(e). Es wurde immer deutlicher, dass die Quelle für jedes unbewusste Festhalten einem begrenzten Selbst-Bild entsprang. Es war und ist ein Festhalten, das aus heutiger Sicht völlig unsinnig ist. Diese Klarheit wurde zu meiner Leitschnur, um unbewusste begrenzende Muster aufzuspüren. Ich war auf einer Reise eines grundlegenden Wandels, den ich mir zwar vor vielen Jahren bewusst vorgenommen hatte. Aber doch nicht so ;-)). 

Ein Transformationsprozess hin zu einem ganzheitlichen Selbst- und Weltverständnis, ein innerer Wandelprozess.  Im Wahrnehmen, dass Wandel viel mehr in, um und durch uns hindurch geschieht, als mir zuvor bewusst war. Und die Grafik soll skizzieren, welche Anforderungen gemeistert werden dürfen - sofern man sich auf diesen Wandel einlassen möchte. Um im höchsten und besten Sinne mit allen möglichen und unmöglichen Situationen umzugehen.
Vorher glaubte ich, dass 'ich' diejenige war, die etwas veränderte. Im Sinne eines Maßstabs, der gebunden war, an einem konditionierten Selbst-Bild. Durch die Neuordnung und durch den inneren Wandel wird meine frühere Idee, 'der verlängerte Arm von etwas Größerem zu sein' - sehr viel realer wahrgenommen und erlebt. Sozusagen als gefühltes Pixelchen im großen und ganzen Gewebe, dass sich gleichzeitig - so paradox es klingen mag - stark in dieser Verbundenheit fühlt - weil sich Bewusstheit ausweiten kann. 

Szenenwechsel: Zurück zum Wandel. Wandel und Veränderungen hat es immer schon gegeben. Es ist meistens mit allen möglichen Gefühlen und Emotionen verknüpft: mit Trauer, Freude, Wut, Enttäuschung, Lebenslust usw. Möchte man dem natürlichen Wandel nicht im Wege stehen, ist es wichtig, bewusster mit Wandel aller Art umzugehen.

Es können ganz alltägliche Veränderungen sein, die man selber glaubt angestrebt zu haben oder von außen auf uns zukommen. Veränderungen wie Wohnortwechsel, neue Freundschaften, neue Partnerschaft, Trennungen, Tod oder Verlust des Arbeitsplatzes, plötzlich viel Erfolg oder Misserfolg im Beruf, älter werden, die Wandelphasen in der Natur, Krankheit und Gesundheit u.a..
Aus meiner heutigen Sicht, geht es bei allen kleinen oder großen Veränderungen und Wandelphasen immer darum, das Potenzial zu empfangen, was in der jeweiligen Situation durch uns gelebt und ausgedrückt werden will. Und wenn man irgendwie feststeckt, ist es ein Signal dafür, dass etwas losgelassen werden will. Es sind manchmal ganz kleine Puzzlesteine, die zu einer großen Einstellungs-Veränderung führen können.
Über manche Veränderungen freut man sich - mit anderen, die auf uns zukommen, ist man vielleicht am hadern oder man steckt den Kopf in den Sand. Die Grafik zeigt die einzelnen Stationen, die in Wandelphasen durchlaufen werden, wenn nicht unbewusst an mental-emotionalen Konzepten festgehalten wird. Es ist kein starres Konzept und die einzelnen Phasen sind zeitlich nicht fixiert*).

*) Über die Changekurve gibt es unterschiedliche Theorien und vertiefende Erforschungen, die aber alle einen ähnlichen Verlauf haben, mit unter-schiedlichen Begrifflichkeiten. Man findet die Kurve in der Praxis sowohl in Managerlehren, Führungsseminaren bis hin zur Sterbeforschung von Dr. Elisabeth Kübler-Ross.

Ich kannte diese Theorie vor meinem 'großen Wandel' - heute würde ich sagen, eher 'oberflächlich'. Und aufgrund meiner letzten Erfahrungen und meiner Überprüfung z.B. mit 'Die 64 Genschlüssel' kann ich sie in ihrem Verlauf nur bestätigen. Aber - wie bei allen Theorien: eine Landkarte ist bekanntlich nicht das Land! Nur praktische Erfahrungen erobern das Land. 

Szenenwechsel: Rückblickend kann ich sagen, ich wurde geführt - wir werden geführt. Jede/r auf ganz individuelle Art und Weise - um entsprechend des vorhandenen Potenzials, echte Lösungen herauszufinden. Und diese Einsicht kann eine Einstellungs-Veränderung über sich, andere, die Welt und Ganzheit nach sich ziehen. Ein Wandel, den ich mir nie hätte vorstellen können und die Bezeichnung 'Der Große Wandel' verdient.