Szenenwechsel: Wandel und Veränderungen hat es immer schon gegeben. Es ist meistens mit allen möglichen Gefühlen und Emotionen verknüpft: mit Trauer, Freude, Wut, Enttäuschung, Lebenslust usw. Möchte man dem natürlichen Wandel nicht im Wege stehen, ist es wichtig, bewusster mit Wandel aller Art umzugehen.
Es können Veränderungen sein, die man selber angestrebt hat oder von außen auf uns zukommen. Veränderungen wie Wohnortwechsel, neue Freundschaften, neue Partnerschaft, Trennungen, Tod oder Verlust des Arbeitsplatzes, plötzlich viel Erfolg oder Misserfolg im Beruf, älter werden, die Wandelphasen in der Natur, Krankheit und Gesundheit u.a.. Manche Veränderungen streben wir an - mit anderen ist man vielleicht am hadern oder steckt den Kopf in den Sand.
Szenenwechsel: Was ich als den 'Großen' Wandel bezeichne, bezieht sich auf die aktuelle Zeitqualität. Der aktuelle Wandel hat eine besondere Qualität. Die Besonderheit ist, dass sich zunehmend die Möglichkeit entfalten kann - dass Menschen sich bewusster werden, wie man als Pixelchen im großen und ganzen Gewebe wirklich gemeint ist.
Ich hatte von klein an die etwas einfache Idee: 'wenn es etwas Größeres gibt, dann kann es nur so sein, dass wir ein verlängerter Arm davon sind'. Damals hatte ich aber keinerlei Wissen, was dieses Größere war. Ich hatte eher eine selbstverständliche Vorstellung davon. Eine Vorstellung, die gespeist war, aus Erfahrungen mit üblichen Maßstäben, die ich nie wirklich hinterfragt hatte. Bis ich vor vielen Jahren aufgrund einer Lebenskrise anfing, mich damit etwas genauer auseinanderzusetzen.
Und die erste erschreckende Wahrheit, die mir in den letzten Jahren heraufdämmerte war, wer weiß das eigentlich? Und die zweite erschreckende Erkenntnis war, dass manche Menschen den Eindruck erweckten, dass sie es wüssten. Genau - wie ich zuvor.
Ich wollte es wissen. Und landete dabei gefühlt in einem Fass ohne Boden im Bereich der Persönlichkeitsentfaltung, NewAge und Spiritualität. Um zu erkennen, dass es kein Lebenskonzept gab und gibt, dass man nicht missverstehen kann. Alles eine Frage der Bewusstheit für Ganzheit und ganzheitliche Zusammenhänge.
Und die Quintessenz dieser Erkenntnisse war - ich begriff langsam, was Selbstverantwortung wirklich bedeuten sollte. Zuvor fühlte ich mich häufig für alles mögliche verantwortlich, für Gott und die Welt, was gar nicht meiner Verantwortung unterlag. Und im Umkehrschluss das Wesentliche vernachlässigte. Was das war, durfte ich dann nach und nach herausfinden.
In der Rückschau kann ich sagen, hier war Unwissenheit und völlige Unbewusstheit, wie ich wirklich gemeint bin und schon gar nicht, wer ich wirklich bin. Wer wir wirklich sind. Doch das ist nur eine oberflächliche Wahrheit - in Wahrheit wusste und nahm ich viel mehr wahr - doch ich glaubte meiner Wahrnehmung nicht - weil es so unüblich war. Und erhielt ein um die andere Lektion, um Vertrauen zu lernen - und dieser Wandel sollte mein Selbst- und Weltverständnis vom Kopf auf die Füße stellen.
Nicht nur in herausfordernden Lebensphasen, in überraschenden Momenten ist Bewusstheit - wie man mit Wandel umgeht - eine gute Wahl, sofern man im höchsten und besten Sinne damit umgehen möchte, statt in einer Krise steckenzubleiben.