Beziehungs-Muster
"Die Lehre von Beziehungen"

Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort,
dort werden wir uns treffen.
Mystiker Rumi

Szenenwechsel: Werner Heisenberg, ein namhafter Quantenphysiker und Nobelpreisträger definierte die Quantenphysik einmal sehr einfach und anschaulich: "Die Quantenphysik ist die Lehre von Beziehungen!". Außerdem sagte er: "Der erste Schluck aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grunde des Bechers wartet Gott!“
Ich verstehe es als Hinweis auf das Zusammenspiel und der Ordnung von Wissenschaft und Ganzheit/Gott. Und dass aus tiefster Quelle der höchsten Weisheit deutlich wird, dass es keine Trennung gibt.

Szenenwechsel - Achtsamkeit mit Spiritualisierungen: Spiritualisierung bedeutet, dass man einer Situation, z.B. einer konfliktreichen Situation einen schlichtenden spirituellen Mantel umhängt: 'wir sind alle verbunden' oder 'wir sind eins'. Um dem trennenden Gefühl zu entkommen und dem Glauben, dass es keine Trennung gibt. Aus einer höheren Bewusstseinsebene ist das wahr. 

Sind aber gröbere Bewusstseinsebenen noch verstrickt in Störungsmustern, bleibt der Konflikt ungelöst und schmort weiter im Unbewussten.  Deshalb möchte ich mit einem lachenden und weinenden Auge sagen - wir sind dafür hier, um das Spiel des Bewusstseins nach und nach zu entwirren, um zu erkennen, wie und wer man wirklich ist. Überspringt man Ebenen mit spirituellen Konzepten, unterliegt man einer Spiritualisierung. Es ist eine Kompensationsstrategie, bis man lernt, unbewusste Muster aufzugeben. 

Szenenwechsel - zurück zur 'Lehre von Beziehungen': Alle möglichen Störungsmuster in Beziehungen können somit bis auf die feinste Quantebene zurückgeführt werden. Und die Übung dabei ist, mögliche Widerstände zunächst einmal wahrzunehmen, statt automatischen Re-Aktionen auf dem Leim zu gehen. Nicht ohne Grund sind heute viele Methoden und Techniken zur ganzheitlichen Heilung hoch im Kurs, wie z.B. Energiearbeit und Frequenztechniken oder man spricht über Bewusstsein. Und im letzten Schritt reift ein Verständnis heran, wer oder was 'auf dem Grund des Bechers wirklich die Fäden zieht'. Und die Frage drängelt im Hintergrund: wer oder was ist denn nun Ganzheit? Wer bin ich wirklich?
Ich habe darauf keine Antwort erhalten  - wodurch sich Geduld, Vertrauen und Akzeptanzvermögen ausweiten kann.   

Beziehung zu sich und anderen
Szenenwechsel: In welcher Beziehung wir zu uns selber stehen, ist ein Spiegel, wie man zu anderen, letztlich zu Allen und Allem steht. Es ist davon abhängig, wie tief man sich in die feinsten Bewusstseins-Ebenen, in die Essenz unseres Wesens oder Mitte fallenlassen kann. Die Mitte, das innere Selbst- und Lebens-Gefühl ist das Tor der erweiterten Wahrnehmung und dem angelegten Potenzial, wie man wirklich gemeint ist. Auf dieser Reise werden begrenzte Identifikationen eines Selbst-Bildes erkannt und aufgegeben. Identifikationen, die eine Illusion des Festhaltens nähren und so von der Essenz ablenken.  

Verwechslung der Ebenen
Oft wird geglaubt, dass Beziehungen über Inhalte und Worte geschehen. Diese Sicht ist der Auslöser vieler Konflikte. Tatsächlich hängt die Qualität der Beziehung und des Austausches davon ab, wie sehr jede/r mit sich in tieferem, ganzheitlichem Kontakt ist.

Die Mitte ist aus meiner Sicht die beste Ausgangsposition, um mit allen möglichen und unmöglichen Situationen des Lebens flexibler und im höchsten und besten Sinne umzugehen. Es reicht bei weitem nicht, einer unangenehmen Empfindung ein spirituelles Konzept überzustülpen wie, 'Alles ist Eins' oder 'es ist sowohl das eine als auch das andere'. Wenn es nicht gefühlt und wahrgenommen wird - wird es zur Selbst-Lüge.

Zu guter Letzt

Das Wort Beziehung bedeutet, dass es etwas gibt, worauf man sich bezieht und das ist Trennung. Es ist das große Lernfeld in der Entwicklung, dass sich  das sogenannte 'Ich' entfalten kann - idealerweise so, wie man wirklich gemeint ist. Mit all dem Potenzial und den Grenzen. 

Karmisches Bewusstsein - Karmische Beziehungen

Szenenwechsel: In spirituellen Lehren tauchen die Begriffe 'Karmisches Bewusstsein' oder 'Karmische Beziehungen' häufiger auf. Jede Beziehung ist sogesehen ein Lernfeld, angefangen von Beziehungen zu anderen Menschen bis hin zu Beziehungen zu Allen und Allem bis auf die feinste Quantebene. 
Das innerste Selbst-Gefühl ist die Basis, der Maßstab, wie man mit Allen und Allem umgeht. Und die Dinge des Lebens bewertet, sich entscheidet - handelt oder auch nicht. Aus diesem innersten Selbstgefühl entfalten sich unsere natürlichen Bedürfnisse und wie wir unser Leben gestalten. Aus einem begrenzten Maßstab oder aus einem ganzheitlichen Selbstgefühl heraus?

Das ist vermutlich der einzige freie Wille, den wir haben, wenn überhaupt. Und es bedeutet aber auch, Freiheit von falschen Verpflichtungen. Aus diesem Blickwinkel wird es immer offensichtlicher, dass lebenslanges Lernen durch den permanenten Wandel, der sich in, um und durch uns hindurch vollzieht, etwas ganz Natürliches im Leben ist. Sofern man sich als Potenzial-Empfänger/in und - Geber/in erfahren und erleben möchte.  

Im ersten Schritt geht es darum, loszulassen, was nicht trägt. Das erkennt man, wenn etwas wiederholt nicht so rund läuft im Leben. 
Und im zweiten Schritt geht es darum, sich der natürlichen Intelligenz bis auf die Quantebene anzunähern. Um die Arme auszubreiten, damit sich die Illusion der Trennung auflösen kann - wenn die Zeit reif dafür ist.